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Das Industrieland Nordrhein-Westfalen ist einer der wichtigsten Standorte der deutschen Papierindustrie. Über 7.000 Menschen in rund 30 Betrieben produzieren hier Papier, Karton und Pappe für Industrie, Handel, Verwaltung und privaten Konsum. Kleine und mittlere, oft familiengeführte Unternehmen gehören dabei ebenso zum Branchenmix wie große Standorte internationaler Konzerne; alteingesessene Traditionsunternehmen ebenso wie erst vor wenigen Jahren angesiedelte Fabriken. Die nordrhein-westfälischen Papierhersteller erwirtschaften einen Umsatz von 2,3 Mrd. Euro.

Die deutsche Papierindustrie ist die Nr. 1 in Europa. Im weltweiten Vergleich liegt sie an vierter Stelle hinter China, den USA und Japan. Mit einem Umsatz von über 15 Mrd. Euro und einer Jahresproduktion von knapp 23 Mio. Tonnen werden insgesamt rund 3.000 verschiedene Papiersorten hergestellt. An rund 160 Produktionsstandorten beschäftigt die Industrie in Deutschland etwa 40.000 Mitarbeiter.

Aktuelles

SPD-Politiker aus NRW zu Informationsgespräch bei Kabel Premium Pulp & Paper in Hagen

Auf Einladung des Wirtschaftsverbandes NRW waren in dieser Woche der stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende im Düsseldorfer Landtag, André Stinka, und der Sprecher der SPD-Fraktion für Wirtschaft und Energie, Frank Sundermann, zu einem Informationsbesuch bei Kabel Premium Pulp & Paper in Hagen. Mit dem Informationsgespräch setzte der Wirtschaftsverband NRW seine politischen Gespräche im Vorfeld der Landtagswahl im kommenden Jahr weiter fort. Martin Krengel, Vorsitzender des Wirtschaftsverbandes, und Juha Ilmari Ebeling, Geschäftsführer Kabel Premium Pulp & Paper, informierten die SPD-Politiker über die aktuellen politischen Themen der Papierindustrie in NRW.

Schwerpunktthema des Geprächs war die besondere Bedeutung der Kreislaufwirtschaft bei der Papiererzeugung. Gemeinsam legten die Vertreter der Papierindustrie dar, dass ohne den Einsatz von Primärfasern der Kreislauf der Fasernutzung nicht aufrecht zu erhalten sei. Dieser sei allerdings auch gefährdet, wenn das als wichtigster Rohstoff zum Einsatz gebrachte Altpapier qualitativen Standards nicht genüge und seine Verfügbarkeit nachlasse. Daneben waren weitere Gesprächspunkte die Sicherstellung der Energie- und Wasserversorgung. Dabei warben die Teilnehmer aus der Papierindustrie dafür, an einer aktiven Bewirtschaftung der Wälder in Nordrhein-Westfalen auch künftig festzuhalten. Insbesondere müsse es eine sorgsame Interessensabwägung bei der Ausweisung möglicher neuer Schutzgebiete und keine pauschalen Nutzungs- oder Einschlagsverbote geben. In diesem Zusammenhang wiesen die Vertreter der NRW-Papierindustrie auch auf die CO2-Senken-Funktion der Wälder bei einer aktiven Bewirtschaftung hin. Besonders beeindruckt zeigten sich die SPD-Politiker vom Geothermie-Projekt bei Kabel Premium Pulp & Paper und sagten ihre politische Unterstützung hierfür zu.

Gespräch mit der nordrhein-westfälischen Grünen-Vorsitzenden Mona Neubaur bei der WEPA in Arnsberg

In dieser Woche hat die Landesvorsitzende der Grünen in Nordrhein-Westfalen, Mona Neubaur, auf Einladung des WV-Vorsitzenden, Martin Krengel, die WEPA in Arnsberg-Müschede besucht. Dabei informierte sich Neubaur insbesondere zu den Themen Nachhaltigkeit und  Kreislaufwirtschaft in der Papierindustrie. Die Vertreter der Papierindustrie berichteten über Aktivitäten der Branche zum Thema Nachhaltigkeit sowie den vom Wirtschaftsverband initiierten Runden Tisch zum Thema Kreislaufwirtschaft und Altpapierqualität unter der Schirmherrschaft von NRW-Umweltministerin Heinen-Esser. Dabei warben sie auch für eine bundesweite Regelung zum Ende der Abfalleigenschaft von Altpapier und verwiesen auf die erfolgreiche Regelung in Nordrhein-Westfalen.   

Zudem diskutierten die Teilnehmer die aktuell hohen Energiekosten und die Versorgungssituation der Unternehmen. Dr. Christopher Grünewald., stellvertretender Vorsitzender des Wirtschaftsverbandes, legte dar, dass die Kostenbelastung aktuell steigt und die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen massiv von den energie- und klimapolitischen Entscheidungen auf europäischer Ebene sowie vom Handeln der nächsten Bundesregierung abhängig ist. Er wies darauf hin, dass die Papierindustrie für die Transformation große Investitionen zu tätigen habe und erforderliche Genehmigungsverfahren rasch und sicher abgeschlossen werden müssten, um nicht zum Investitionshemmnis zu werden. Die Landespolitik müsse hierzu für entsprechende Kapazitäten sorgen. In diesem Zusammenhang bekräftigte er auch ein Gesprächsangebot der Papierindustrie, um über die Ergebnisse einer Machbarkeitsstudie der Landtagsfraktion der Grünen in NRW zur Klimaneutralität zu diskutieren.