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Das Industrieland Nordrhein-Westfalen ist einer der wichtigsten Standorte der deutschen Papierindustrie. Über 7.000 Menschen in rund 30 Betrieben produzieren hier Papier, Karton und Pappe für Industrie, Handel, Verwaltung und privaten Konsum. Kleine und mittlere, oft familiengeführte Unternehmen gehören dabei ebenso zum Branchenmix wie große Standorte internationaler Konzerne; alteingesessene Traditionsunternehmen ebenso wie erst vor wenigen Jahren angesiedelte Fabriken. Die nordrhein-westfälischen Papierhersteller erwirtschaften einen Umsatz von 2,3 Mrd. Euro.

Die deutsche Papierindustrie ist die Nr. 1 in Europa. Im weltweiten Vergleich liegt sie an vierter Stelle hinter China, den USA und Japan. Mit einem Umsatz von über 15 Mrd. Euro und einer Jahresproduktion von knapp 23 Mio. Tonnen werden insgesamt rund 3.000 verschiedene Papiersorten hergestellt. An rund 160 Produktionsstandorten beschäftigt die Industrie in Deutschland etwa 40.000 Mitarbeiter.

Aktuelles

Austausch mit Abgeordneten der SPD

Am 8. Juni 2021 tauschte sich die Papierindustrie NRW mit Landtagsabgeordneten der SPD-Fraktion im Düsseldorfer Landtag aus. Bei dem auf Initiative des Wirtschaftsverbandes zustande gekommenen Gespräch legte der Vorsitzende Martin Krengel den Abgeordneten André Stinka, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der SPD-Landtagsfraktion, und Frank Sundermann, wirtschafts- und energiepolitischer Sprecher der SPD-Fraktion im Landtag, die wirtschaftspolitischen Belange der Branche in Nordrhein-Westfalen unter anderem in den Bereichen Kreislaufwirtschaft sowie Energie- und Klimapolitik dar.

Die Abgeordneten zeigten sich beeindruckt von der wichtigen Rolle der Branche für die Kreislaufwirtschaft in Nordrhein-Westfalen und Deutschland und der Innovationskraft der Unternehmen, die zum Beispiel mit dem Projekt für die Modellpapierfabrik in Düren und ein Tiefengeothermieprojekt in Hagen Ressourcen effizienter nutzen und noch klimafreundlicher arbeiten wird. Zugleich signalisierten Sie Zustimmung zu den Anliegen, mit einer gesteigerten Altpapierqualität die Produktivität weiter zu erhöhen, auch künftig auf eine stabile, sichere und kostengünstige Energieversorgung zugreifen zu können.

Austausch mit Umweltministerin Heinen-Esser

Die Rolle der Papierindustrie für eine funktionierende, ressourcenschonende Kreislaufwirtschaft hat im Mittelpunkt eines Treffens von Vertretern des Wirtschaftsverbandes der rheinisch-westfälischen papiererzeugenden Industrie mit NRW Umweltministerin Ursula Heinen-Esser am 26. Mai gestanden. Der Verband hatte die Ministerin zu einem politischen Austausch bei der Fa. Schoellershammer in Düren eigeladen. An dem Gespräch nahmen auch die Landtagsabgeordneten Dr. Patricia Peil und Dr. Ralf Nolten (beide CDU) teil.

Gemeinsam mit dem Vorsitzenden des Wirtschaftsverbandes NRW, Wepa-Geschäftsführer Martin Krengel, informierte die Schoellershammer-Geschäftsführung, Bernd Scholbrock, Alexander Stern und Armin Vetter über die Produktionsprozesse beim Wellpappenrohpapierhersteller Schoellershammer.

Krengel und Scholbrock legten der Ministerin dar, dass die Papierindustrie in Nordrhein-Westfalen und Deutschland von einer gesteigerten Altpapierqualität profitieren können. Altpapier müsse durchgehend als Rohstoff betrachtet werden. Sie hoben einen Erlass des Ministeriums positiv hervor, der den Einsatz von qualitätsgeprüftem Altpapier erleichtert. An das Gespräch schloss sich eine Betriebsbegehung an.

 

NRW-Wirtschaftsminister Pinkwart betont auf digitaler Veranstaltung #Revier2030 Innovationskraft der Papierindustrie

In dieser Woche hat die NRW-Landesregierung mit der digitalen Veranstaltung #Revier2030 den Startschuss für eine nachhaltige Strukturförderung im Rheinischen Revier gegeben. Eröffnet wurde die Veranstaltung mit einem Gespräch zwischen Ministerpräsident Armin Laschet und Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier, die über die Rahmenbedingungen des Kohleausstiegs in Deutschland und die anstehenden Aufgaben im Rheinischen Revier sprachen.

Wirtschafts- und Innovationsminister Andreas Pinkwart verwies in seiner Rede auf die Zukunftsfähigkeit des Rheinischen Reviers: „Wir werden die Region zum internationalen Vorreiter für den Klimaschutz machen und zeigen, wie zukunftsfähige Arbeitsplätze und neue Wertschöpfung entstehen können“. Dabei betonte er insbesondere auch die Zukunftsfähigkeit der Papierindustrie als wichtigem Teil der NRW-Industrie und verwies auf die Modellfabrik Papier in Düren als Innovationszentrum Papier: „Damit werde die Papierherstellung umweltfreundlicher und wirtschaftlicher und es entstehe eine Riesenchance für das Papiercluster mit seinen rund 10.000 Beschäftigten in NRW“, so der Minister.