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Das Industrieland Nordrhein-Westfalen ist einer der wichtigsten Standorte der deutschen Papierindustrie. Über 7.000 Menschen in rund 30 Betrieben produzieren hier Papier, Karton und Pappe für Industrie, Handel, Verwaltung und privaten Konsum. Kleine und mittlere, oft familiengeführte Unternehmen gehören dabei ebenso zum Branchenmix wie große Standorte internationaler Konzerne; alteingesessene Traditionsunternehmen ebenso wie erst vor wenigen Jahren angesiedelte Fabriken. Die nordrhein-westfälischen Papierhersteller erwirtschaften einen Umsatz von 2,3 Mrd. Euro.

Die deutsche Papierindustrie ist die Nr. 1 in Europa. Im weltweiten Vergleich liegt sie an vierter Stelle hinter China, den USA und Japan. Mit einem Umsatz von über 15 Mrd. Euro und einer Jahresproduktion von knapp 23 Mio. Tonnen werden insgesamt rund 3.000 verschiedene Papiersorten hergestellt. An rund 160 Produktionsstandorten beschäftigt die Industrie in Deutschland etwa 40.000 Mitarbeiter.

Aktuelles

Staatssekretär Bottermann im Gespräch mit Vertretern des Wirtschaftsverbandes im Industrieclub Düsseldorf

Am 21. September 2020 haben sich die Geschäftsführungen der WV-Mitgliedsunternehmen mit dem Staatssekretär im Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz (MULNV), Dr. Heinrich Bottermann im Industrieclub Düsseldorf zu Gesprächen über aktuelle und künftige Entwicklungen in der Umweltpolitik in Nordrhein-Westfalen ausgetauscht.

Der WV-Vorsitzende Martin Krengel stellte dabei die wichtige Bedeutung der Papierindustrie als Teil einer Kreislaufwirtschaft in Nordrhein-Westfalen heraus und machte deutlich, dass der sehr hohe Anteil an Altpapier in Nordrhein-Westfalen als Rohstoff in Höhe von 82 % nur durch die Bereitstellung von qualitativ hochwertigem Altpapier gehalten werden könne. In diesem Zusammenhang warben die Vertreter des WV für eine Unterstützung des Landes bei der Verbesserung der Altpapierqualität sowie der Verwertung von Reststoffen aus der Altpapieraufbereitung in der Papierindustrie. Weitere Themen des Gespräches mit dem Staatssekretär waren die Auswirkungen des Kohleausstiegs, die Situation der Holzversorgung und wasserrechtliche Themen.

Im Rahmen der intensiven Diskussion unterstrich Staatssekretär Bottermann die Position der NRW-Landesregierung, bestehende Wertschöpfungsketten in Nordrhein-Westfalen halten zu wollen und in ihrer Arbeit zu unterstützen. Dabei verdeutlichte er auch ein Interesse des MULNV an einem weiteren Austausch mit der Papierindustrie.

Mit dem Termin setzte der Wirtschaftsverband seine Reihe regelmäßiger Spitzengespräche mit Vertretern der nordrhein-westfälischen Politik im Industrieclub Düsseldorf fort.

Intensiver Austausch zu Themen der Papierindustrie mit NRW-Wirtschaftsminister Pinkwart bei der WEPA

Am 11. August 2020 war der nordrhein-westfälische Minister für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie, Prof. Dr. Andreas Pinkwart auf Einladung des Vorsitzenden des Wirtschaftsverbandes NRW, Martin Krengel, zum Austausch über die wirtschaftspolitischen Belange der Papierindustrie in Nordrhein-Westfalen zu Gast bei der WEPA in Arnsberg.

In dem Gespräch wurde die Bedeutung von Standortfaktoren für die Papierindustrie wie eine stabile und wirtschaftlich konkurrenzfähige Energieversorgung, eine sichere Wasserversorgung und die Begrenzung bürokratischer Hürden bei Prüf- und Genehmigungsverfahren hervorgehoben. Auch die Digitalisierung als Megatrend für die Papierindustrie und weitere innovative Zukunftsthemen wie die CO2-freie Papiererzeugung wurden diskutiert.

Mit dem Termin setzten der NRW-Wirtschaftsminister und Vertreter der Papierindustrie in Nordrhein-Westfalen ihren stetigen Dialog fort.

Neben dem Austausch über wirtschaftspolitische Themen stand auch eine Werksbesichtigung auf dem Programm. Bei dem aufgrund der Corona-Vorschriften verkürzten Rundgang durch das Werk Müschede  erhielt der Minister einen Einblick in die Produktion von Hygienepapieren.