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Das Industrieland Nordrhein-Westfalen ist einer der wichtigsten Standorte der deutschen Papierindustrie. Über 7.000 Menschen in rund 30 Betrieben produzieren hier Papier, Karton und Pappe für Industrie, Handel, Verwaltung und privaten Konsum. Kleine und mittlere, oft familiengeführte Unternehmen gehören dabei ebenso zum Branchenmix wie große Standorte internationaler Konzerne; alteingesessene Traditionsunternehmen ebenso wie erst vor wenigen Jahren angesiedelte Fabriken. Die nordrhein-westfälischen Papierhersteller erwirtschaften einen Umsatz von 2,3 Mrd. Euro.

Die deutsche Papierindustrie ist die Nr. 1 in Europa. Im weltweiten Vergleich liegt sie an vierter Stelle hinter China, den USA und Japan. Mit einem Umsatz von über 15 Mrd. Euro und einer Jahresproduktion von knapp 23 Mio. Tonnen werden insgesamt rund 3.000 verschiedene Papiersorten hergestellt. An rund 160 Produktionsstandorten beschäftigt die Industrie in Deutschland etwa 40.000 Mitarbeiter.

Aktuelles

Informationsgespräch mit CDU-Landtagsfraktion NRW zu Themen der Papierindustrie

Der WV-Vorsitzende Martin Krengel hat am 16. April die CDU-Landtagsabgeordneten Dr. Patricia Peill, Romina Plonsker, Matthias Kerkhoff, Henning Rehbaum, Dr. Christian Untrieser und Björn Franken über die aktuellen Themen der Papierindustrie informiert. Mit dem Gespräch setzte der WV seine Informationsgespräche mit den politischen Parteien im Düsseldorfer Landtag fort.

Die teilnehmenden Abgeordneten zeigten sich äußerst interessiert an den Themenfeldern Rohstoffpolitik, Kreislaufwirtschaft, Energieversorgung, Energiekosten und Klimaschutz sowie Wasserpolitik. Krengel betonte, dass die Papierindustrie aktiv an der Stärkung der Kreislaufwirtschaft und der Erreichung von Klimaschutzzielen mitwirke. Als Beispiele nannte er das Energieeffizienz- und Klimaschutz-Netzwerk ChePap an Rhein und Ruhr, das bei KabelPPP in Hagen laufende Geothermie-Projekt Kabel Zero und die Modellpapierfabrik in Düren, die Grundlagenforschung zur CO2-freien Papierherstellung betreiben wird.

 

Energieeffizienz- und Klimaschutz-Netzwerk ChePap Rhein-Ruhr III gestartet

Das Energieeffizienz- und Klimaschutznetzwerk ChePap Rhein-Ruhr III ist mit dem Auftakttreffen am 15. April 2021 in seine dritte Runde gestartet. Das Netzwerk wird vom Wirtschaftsverband der rheinisch-westfälischen Papierindustrie gemeinsam mit dem Verband der Chemieindustrie in Nordrhein-Westfalen getragen. Ihm gehören 13 Unternehmen aus der Papier- und der Chemieindustrie an.

Das Netzwerk läuft unter dem Dach der „Initiative Energieeffizienz- und Klimaschutz-Netzwerke“ der Bundesregierung, die mit verschiedenen Verbänden der Wirtschaft, darunter der VDP, vereinbart wurde. Die Rahmenbedingungen für die Initiative und die Netzwerke sind zum Beginn des Jahres 2021 neu aufgestellt worden und umfassen jetzt, neben dem Fokus auf Maßnahmen zur Energieeinsparung, die Bereiche Klimaschutz, Energiewende, Ressourceneffizienz und Nachhaltigkeit. Etwa 350 solcher Netzwerke sollen bis Ende 2025 bis zu sechs Millionen Tonnen Treibhausgasemissionen einsparen.